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Info zum Dingo Es wird angenommen, dass die Dingos etwa vor acht- bis zehntausend Jahren mit den Aboriginals nach Australien kamen. Sie wurden damals als Haushunde geführt. Zwischen dem Menschen und den Dingos herrschte eine Art Zweckgemeinschaft. Die Dingos fanden damals reichlich Beute in der einstmals üppigen Beuteltierwelt, von den kleinen Beutelmäusen bis hinauf zu den Känguruhs. Dann kamen die weissen Siedler und schossen die Nahrungstiere der Dingos um Platz für ihre Schaf- und Rinderherden zu schaffen. Man kann sich denken, dass die Dingos dadurch gezwungen waren sich anderweitig Nahrungsmittel zu beschaffen und so kam es dann wohl, dass sie sich ab und zu ein Schaf holten. Das brachte natürlich wieder die Siedler gegen sie auf. Es wurde viel über die Dingos geschrieben. Aber ich glaube nicht, dass diese angeblichen Massenmorde wirklich stattfanden. Ich bin davon überzeugt, dass die Menschen damals eine Entschuldigung für ihr Vorgehen, nämlich die Ausrottung der „wilden Caniden“; suchten. Rausgefunden hat man mittlerweile, dass die Dingos nicht unbeteiligt an der Entstehung unserer heutigen Haushunderassen sind. Zumindest wurde festgestellt, dass der Dingo für die Zucht vom Kelpie und vom Australian Cattle Dog gebraucht wurde.
Herr Trumler beschreibt in seinen Büchern den Dingo als sehr intelligent und neugierig. Allerdings ist ein Dingo nicht gerne alleine. Ein besonderes Merkmal des Dingos ist das Heulen. Wenn ein Dingo sich allein gelassen fühlt, dann fängt er an zu heulen. Dieses „Heulen“ hört man meilenweit und es hat bestimmt schon so manchen Menschen Angst gemacht. Ansonsten sind die Dingos eher ruhig zu nennen. Sie kommunizieren anhand ihrer Körperhaltung. Beobachten kann man bei ihnen, dass sie im Erregungszustand ihren Schwanz über den Rücken drehen können. Im Angstzustand ist der Schwanz unten, bei Unsicherheit wird der Schwanz fast unter den Bauch gezogen. Ihre kleinen hoch stehenden Ohren können bei Unsicherheit oder Angst ganz nach hinten, nah am Kopf sein, ebenso nach vorne (Neugier und Aufmerksamkeit) gestellt werden. Ebenso konnte ich beobachten, dass die Ohren auch seitwärts gestellt werden, dann nämlich wenn ein Laufspiel beginnt. Die Dingos, die ich beobachtet habe, sind schlank, hochläufig etwa 59 – 60 cm hoch, 22 – 25 kg schwer, haben schmale Köpfe mit ausgeprägter Stirn, einen schmalen langen Fang, der Schwanz ist lang und verläuft nach unten hin buschig. Die Farbe ihres Felles würde ich als rötlich bezeichnen, wobei ich nicht das Rot eines Fuchses meine, es ist heller. Sie haben helle, fast weiße Abzeichen, die man bei ihnen an der Brust sehen kann. Alle vier Dingos haben diese hellen Abzeichen auch an den Pfoten und an der Schwanzspitze. Beobachten konnte ich innerhalb der Woche, die ich auf der Station verbrachte, dass sich die Dingos veränderten. Christian, der Rudelführer des Rudels, fing zunehmend an Roland zu dominieren. Dies machte sich bemerkbar dadurch, dass er sich oft über ihn stellte wenn Christian lag, oder ihm einen Platz streitig machte auf dem Roland gerade sass. Auch durfte Roland nicht mehr mit Ute „schnäuzeln“ ohne das Christian erschien. Unter anderem fiel auf, dass eine gewisse Distanz aufgebaut wurde. Solche Nähe, wie ich noch vom ersten Tag beschrieb, konnte ich in den folgenden Tagen nicht mehr beobachten. Im Gegenteil, der einzige der noch sehr nah an Ute durfte war Christian. Ute war vor der Hitze und Dingos reagieren dann ziemlich aggressiv . Nur der Rudelführer darf die Hündin besteigen. Was evtl. für die Wölfe kein Problem darstellt ist bei Dingos „ein Problem“. Christian fing an Roland zu verfolgen und ihn ständig zu dominieren. Roland war zu dem Zeitpunkt noch der Beta-Rüde, der von Christian und Michael aus seinem Alpharüden Status geholt wurde. Dies geschah vor einigen Monaten und Roland wurde dabei schwer verletzt. Wenn ich mich im Gehege befand musste ich genau aufpassen, denn Christian nahm mich sofort in Beschlag. Wenn ich mit Roland oder Michael schmuste kam Christian sofort und wollte als erster gestreichelt werden. Meistens stand ich einfach auf und ging im Gehege auf und ab. Was natürlich direkt verfolgt wurde. Aus normalen Schmuseeinheiten konnten kleine Rangelspiele entstehen, die aber harmlos verliefen.
Dingos werden zweimal im Jahr läufig tragen aber nur einmal Welpen aus.
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